Kapitel 11 – Privat top – beruflich hopp!

Das Jahr 2003 war für uns privat eigentlich ein sehr schönes Jahr. Zum ersten  – und bisher auch einzigen Mal waren wir live bei einem Formel-1 Grand Prix in Hockenheim dabei. Formel 1 war schließlich eine Sportart, die uns beide begeisterte. Unsere Italienreise im Sommer war mindestens eben so mit Erlebnissen und Kultur gespickt, wie es Gothe auf seiner italienischen Reise erlebt haben dürfte. Beruflich jedoch zogen erst einmal dunkle Wolken über uns auf. Ich zog im September die Reißleine und beendete das Trauerspiel, indem ich mich als Versicherungsmakler selbstständig machte. Das wiederum erboste meine bisherige Gesellschaft derart, dass es zu einem erbärmlichen Rosenkrieg kam, der letztlich erst 6 Jahre später mit einem Vergleich vor dem Landgericht in Hamm endete.

Damit soll auch genug sein von dieser für uns schrecklichen Geschichte, die uns viele Jahre unseres Lebens kostete. Wie in jedem Jahr, so planten wir auch in diesem Jahr einigermaßen spontan Wochenendfahrten, aber natürlich auch unseren Sommerurlaub, der uns dieses Mal durch die Kultur Italiens führen sollte. Der berufliche Wandel, der sehr plötzlich kam, belastete uns jetzt noch nicht, eine Ahnung allerdings hatten wir dann im Sommer. Sehr schöne Bilder entstanden während einer Tagesfahrt mit unserer Nichte und unserem Neffen nach Amsterdam. Da sie auch sehr bekannt sind, möchten wir diese Bilder heute hier zeigen.

Ja, so sah das damals in Paestum aus. Etliche Kilometer südlich von Neapel. Aber um einmal einen Überblick zu schaffen, was wir damals eigentlich für eine Tour gemacht haben, so lief das:

Start war am 09 Juli 2003. Zunächst fuhren wir bis Garmisch-Patenkirchen, wo wir erfahren mussten, dass man dort noch nicht darauf eingestellt war, dass man in einem Hotel auch nur eine Nacht vebringt. Nach einem langen Tag im Auto kamen wir gegen 18.00 Uhr im Hotel an. Alles war super, jedoch das angekündigte Hallenbad war wohl nicht geöffnet. So musste ich auf die Erfrischung verzichten. Gegen 19.00 Uhr gingen wir in den Außenbereich des Restaurants, wo wir auch einen angenehmen Platz fanden.Dort waren schon einige Gäste mit dem Abendessen fertig und man fragte uns, ob wir denn noch etwas essen wollten! Für uns als Kenner südlicher mediterraner Gebräuche war das schon etwas eigenartig. Wir bekamen aber noch etwas zu essen. Während Agnes sich für die Fruchtkaltschale als Vorspeise im einzig angebotenen Menü entschied, nahm ich die Knoblauchspaghettis, die ich selbst nicht besser hätte machen können: Spaghetti mit geviertelten Knoblauchzehen in Buttersauce schwimmend. Der Hauptgang war dann Roastbeef (natürlich kalt), danach gab es noch Panna Cotta. Dazu tranken wir jeder zwei halbe Liter Bier, die wenig Alkohol, dafür aber viel Masse hatten. Nach einem kurzem Spaziergang, den Loulou noch zu einem kleinen Haufen vor dem Hotel nutzte, begaben wir uns um etwa 21.00 Uhr ins Bett und schliefen sofort ein.

Aber dieses Hotel, dass sich im Internet als international versiert verstanden haben wollte, hatte noch mehr an spießigen, bayerischen Schoten zu bieten.

Wir hatten wunderbar geschlafen und freuten uns auf ein fürstliches Frühstück. Doch dabei sollte die erste Panne des Urlaubes passieren. Wir gingen hinunter in das Restaurant, wobei wir an der Bedienung vorbeiliefen. Diese schaute sich in aller Ruhe unsere Ratlosigkeit bei der Suche nach dem richtigen Platz an, wartete jedoch, bis wir uns hingesetzt hatten. Dann kam sie zielstrebig auf uns zu und teilte uns mit, daß wir uns an den falschen Platz gesetzt hatten. Wir mussten ihr in einen angrenzenden Saal folgen, wobei uns die übrigen Gäste beobachteten und den Vorfall genüsslich beschmunzelten. Der Saal war lieblos eingedeckt, wir saßen auf Plastikstühlen, durften uns jedoch vom Buffet nehmen so viel wir wollten, wie sie uns noch unbedingt laut genug sagen musste. Da wir wussten, eins der teuersten Zimmer des Hotels gehabt zu haben, war der Entschluß schnell gefallen, hier nie wieder zu nächtigen.

Nachdem wir gepackt hatten, bezahlte ich an der Rezeption, wurde jedoch deutlich darauf hingewiesen, daß man Barzahlung oder EC-Kartenzahlung bevorzugen würde, da diese nicht so teuer für das Hotel wären. Internationale Selbstverständlichkeiten waren im Nachkriegs-Bayern eben noch nicht so durchgedrungen. Nicht weniger als 10 veschiedene Kreditkarten aus aller Welt waren an der Rezeption angeschlagen. Da hätte man doch wohl die gängigste, nämlich die Mastercard nehmen können. Spätestens jetzt wussten wir, warum wir so gerne ins Ausland fuhren. Dort war alles anders und vor allen Dingen nicht so spießig. Nun aber unsere Route für die nächsten 14 Tage:

Filsum – Garmisch-Patenkirchen – Bozen (Besichtigung Ötzi-Museum) – 2 Tage Trient mit Stadt- und Schlossbesichtigung – Orvieto (mit Altstadtbesichtigung, Rom-Tour und Besichtigung Civita di Bagnio Regio. sowie diverser kleiner Sehenswürdigkeiten) – Frascati – Frosinone (von hier aus nach Sperlonga mit Besichtigung der gigantischen Steinfiguren und des Odysseus-Felsens) – Abtei Fossanova – Kloster Monte-Cassino – Besteigung des Vesuvs – Besichtigung von Pompeii – Paestum und dann noch ein paar Tage Relax am Bolsener See und auf der Rückfahrt noch einmal Bozen am Abend und am Ende Veitshöchsheim bei Würzburg. Na, war das ne Tour? Zwei herausragende Ereignisse möchte ich jedoch genauer beschreiben.

Ja. das war tatsächlich auch der Blick aus unserem Hotelzimmer, über die Ausgrabungsstätte in Pompeii hinweg bis hin zum Vesuv. Natürlich hatten wir den als erstes bestiegen. Klar, abwechselnd, weil Loulou die letzten 600 Meter nicht mit durfte. Während einer unten wartete, ging der andere hinauf und sah in den aufregenden Krater hinein, der schon so oft die tödliche Lava ins Tal gespuckt hatte. Am Abend im Hotel brauchten unsere Füße dann aber viel Erholung.

Wir waren in Pompeii, wir hatten ein wunderbares Zimmer, genau gegenüber der Ausgrabungsstätte, an deren Horizont sich der Vesuv bedrohlich erhob. Alles also wie im Traum. So war auch Neapel. Wir fuhren mit dem Zug dorthin.Ein Markt, der nicht uriger häte sein können, jedoch gespickt mit Menschen, die eine deutlich andere Rechtsauffassung haben als wir. Ich wurde klassisch ausgekontert und mir wurde das Portemonnais gestohlen. Wie ich später feststellte, jemand, der mit einer Tragetasche voller Geldbörsen und einer langen Pinzette (ca. 30cm) völlig ohne Skrupel durch das Marktgedränge lief. Wir mussten, das wusste ich, eine Anzeige bei der Polizei machen. Die jedoch behandelte uns eher wie die Täter. Englisch sprach man nicht – nur mit zwei Blondinen, die einen Ausschnitt bis zum Bauchnabel vorweisen konnten, sprach man sogar fließend Englisch. Als wir alles endlich erledigt hatten, ging es zurück zum Hotel. In unserer Not rief ich zunächst in der deutschen Botschaft in Rom an. An diesem Sonntag, man stelle sich das vor, gab es in diesem Haus, das immerhin deutsches Hoheitsgebiet war, niemanden der Deutsch oder wenigstens Englisch sprechen konnte. Ich hoffte, dass die wenigstens mitbekommen hatten, dass der Krieg vorbei war.

Als wir im Hotel zurück waren, versuchte man dort, uns zu helfen. Ich setzte mich sofort an den für Gäste vorgesehenen PC und recherchierte, was zu tun war. Ich hatte am Morgen 150 Euro Bargeld gezogen. Gut, die waren weg. Aber die EC- und Kreditkarten und natürlich beide Ausweise. Ohne die könnten wir in Italien in keinem Hotel einchecken. Die Lösung war ganz einfach. Die Karten, die ich bei mir hatte, konnte ich sofort sperren lassen. Die, die Agnes bei sich hatte, konnten wir weiter benutzen. Einen Ersatzausweis konnten wir beim deutschen Generalkonsulat bekommen. Dorthin fuhren wir am Montagmorgen. Agnes konnte sich noch mit ihrem Führerschein ausweisen. Darum musste sie nun eine eidesstattliche Versicherung abgeben, dass ich wirklich ich bin. Es wäre die Gelegenheit gewesen… Auch die Dame im Konsulat scherzte zu diesem Thema. Wir ließen dann noch Fotos für unseren Ersatzausweis machen und nur einen halbe Stunde später konnte unser Urlaub nach einem Tag Unterbrechung mit einen Espresso weitergehen. Unsere Ersatzausweise jedoch, sind irgendwie lustig geworden und wir haben sie immer noch. Aber wie soll man schon aussehen, wenn man sich bei 40°C Außentemperatur in einem 10m²-Fotostudio fotografieren lässt.

Wir sahen in den kommenden Tagen jede Menge schöner Dinge. Als wir dann zurückfuhren, hatten wir jede Menge Ideen, was wir in den noch verbleibenden Tagen in Orvieto machen würden. Dort nämlich wollten wir den Urlaub gemächlich ausklingen lassen, bevor wir in Richtung Bozen zurück über Würzburg nach Hause fahren wollten. Noch einmal verbrachten wir sehr schöne Stunden am Bolsena-See, dort wo unsere kleine Loulou sich doch so wohl gefühlt hatte. Ihr Blick schweifte über den See, nachdem sie sich darin abgekühlt hatte. Hatte sie sich im letzten Jahr doch noch sehr gewehrt, von hier wegzugehen, so fiel ihr in diesem Jahr die Entscheidung nicht schwer, ganz schnell ins Auto zu springen. – Wussten wir doch insgeheim, dass Loulou dieses Fleckchen Erde nicht noch einmal wiedersehen würde.

Schon eine Woche nach unserer Rückkehr fuhren wir dann mit Bekannten nach Hockenheim zum Formel1-Grand Prix von Deutschland. Es war ein beeindruckendes Erlebnis, das alles hier von der Mercedes-Tribüne aus zu erleben. Natürlich hatten wir auch tropisches Wetter. Auch wurde uns klar, dass die drei Tage ziemlich anstrengend waren, wenn man alles sehen wollte, was einem geboten wurde. Kurz nachdem wir wieder zu Hause waren, stand dann auch schon die Entscheidung an, meinen Job zu kündigen. Ein harter Weg sollte folgen und ich musste mich schon einmal wieder berfulich neu aufstellen. Hat aber auch funktioniert. Trotzdem hatte dieses Ereignis auch einen nicht unwesentlichen Einfluss auf unser Ess- und Reiseverhalten. Da wir gar nicht wussten, was denn nun so auf uns zukommt, fuhren wir in diesem Jahr zu Silvester nicht weg und Weihnachten sollte es auch kein Menü, sondern einige rustikale Spezialitäten zum satt Essen geben. Heraus kam dann aber ein Menü, an dem etwa 12 Personen hätten satt werden können.

Tiroler Brettlspeck

Diesen Speck hatte ich in wochenlanger Arbeit selbst zubereitet. Man braucht ein gutes Stück Bauchfleisch, das mit diversen Gewürzen und natürlich Pökelsalz eingerieben wird. Alles muss dann etwa 4 Wochen kühl und möglichst dunkel liegen. Nach dieser Zeit ist das Pökelsalz vollständig durchgebrannt. Während der Zeit im Kühlschrank sollte man alle paar Tage nachschauen, falls sich Schimmel bildet. Diesen dann sofort abwischen.Nach den vier Wochen wird der Speck dann noch für ca. 24 Stunden im Buchenholz kaltgeräuchert.

Melone mit Parmaschinken

Ein Klassiker unter den Vorspeisen. Der Parmaschinken ist natürlich nur echt, wenn er eben von dort kommt. Aber auch ein Seranoschinken aus Spanien leistet für diese Vorspeise beste Dienste. Mein skurrilstes Erlebnis mit dieser Vorspeise begab sich bei einem Essen mit Bekannten in einem jugoslawischen Restaurant. Dieser Bekannte war Metzger und daher wohl jemand, der sich kein Obst am Fleisch vorstellen konnte. Also bestellte er als Vorspeise einen Teller mit Tzatziki (hat mich auch gewundert, dass es so etwas hier gab) und Melone mit Parmaschinken. Die Melone sollte die Küche aber weglassen. Vom immerhin etwa 2 Jahre gereiften Schinken nahm er eine ganze Scheibe, zog sie durch den Tzatziki bevor sie dann im Ganzen in seinem Mund verschwand. Das machte er insgesamt dreimal. Wir waren nie wieder zusammen essen.

 

Europa-Platte

So nannte ich das Hauptgericht. Diese „Fressorgie“ bestand aus 5 verschiedenen Gerichten, die alle für sich als Hauptmahlzeit völlig ausgereicht hätten. Wir taten seinerzeit gut daran, nicht Silvester wegzufahren, denn bis dahin brauchten wir, um alles zu verzehren.

Entenbrust mit Rotwein-Karamell-Sauce

Während mit den Vorspeisen am Heiligen Abend nicht viel Arbeit war, da diese eigentlich nur noch auf den Teller gelegt werden mussten, ging es jetzt aber so richtig los.Dieses Gericht passt übrigens auch durchaus in den Herbst und ist eigentlich kein typisches Weihnachtsgericht. Auch wenn es tatsächlich schon 14 Jahre her ist, dass ich dieses Gericht für uns gekocht habe, ein Rezept gibt es immer noch. Hier steht es.

Rindsmedaillon mit Käse und Schinken

Für dieses Gericht braucht man kein Rezept. Die Medaillons werden mit einem Fleischband in der Mitte etwas geschnürt, damit sie nicht zusammenfallen. Mit etwas Thymian, Rosmarin und Knoblauch für einige Stunden in Olivenöl marinieren. Von beiden Seiten scharf anbraten (ca. 3 Minuten auf jeder Seite). Dann in den auf 140°C Ober-/Unterhitze vorgeheizten Backofen geben und dort noch etwa 20 Minuten weitergaren. Eine Scheibe Schinken und etwas Goudakäse oben drauf legen und noch einmal für 5 Minuten überbacken.

Himmel und Erde

Dieses Gericht trifft man in Westfalen, im Rheinland, in Niedersachsen und natürlich auch in Schlesien. Es ist ein Kartoffelpüree mit Apfelmus, der meistens mit Zwiebeln, Speck und gebratener Blutwurst serviert wird. Kartoffeln wurden früher in vielen Regionen, wie übrigens auch heute noch, Erdäpfel genannt. So entstand der Begriff Erde für den die Kartoffeln stehen. Die Äpfel an den Bäumen wurden zum „Himmel“ in diesem Gericht. Ein Rezept gibt es hier.

Schlesisches Himmelreich

In Schlesien verstand man darunter einen geräucherten Schweinebauch, der mit Backobst, Zimt und Zitronenschale gekocht wird. Aus der Brühe wird eine Mehlschwitze hergestellt. Dazu servierte man in Schlesien gerne Knödel. Viel Spaß beim Nachkochen!

Gebratene Maiskolben mit Speck

Das war dann noch die Krönung obendrauf. Die Maiskolben wurden zunächst 10 Minuten gekocht, dann gebraten. Danach mit Bacon umwickelt und noch einmal kurz in die Pfanne bis der Bacon kross gebraten war.

Das Dessert, das nicht sein kann!

Kirschtörtchen mit Kohl

Das Tüpfelchen auf dem „i“ fehlte einfach noch. Aus der Absicht, etwas Einfaches zu machen, wurde eine Mega-Vorstellung, die man ganz bestimmt nicht mit einem normalen Dessert beenden konnte. Ich erinnerte mich damals an ein sehr außergewöhnlich klingendes Rezept aus dem französischen Burgund. Man servierte dort Kirschtörtchen mit Kohl. Wie das geht? Hier ist das Rezept.

Im jetzt folgenden Jahr 2004 mussten wir viel daran arbeiten, die neue Versicherungsagentur aufzubauen. Schließlich begannen wir ja fast bei Null. 2003 waren wir im November 20 Jahre verheiratet. Die fällige Feier mit unseren Nachbarn verlegten wir auf den 3. Juli 2004. Da wir uns auch damals schon nicht auf den ostfriesischen Sommer verlassen konnten, liehen wir uns ein Zelt und mit Unterstützung unserer Familie gelang an einem regnerischen Tag dieses Fest. Mit netten Menschen, die einfach nur schlecht waren, hatten wir auch zu tun. Eine Nachbarin, die heute nicht mehr hier wohnt, rief extra gleich morgens gut gelaunt an, als es in Strömen regnete. Sie wollte uns nur sagen: „Jedem das, was ihm zusteht“. Wenn ´s nicht zum Weinen wäre, müsste man glatt drüber lachen. Einige Impressionen von unserer damaligen Feier möchte ich gerne in der folgenden Galerie zeigen. Da erkennt man sicher das ein oder andere bekannte Gesicht. Einfach auf das Bild klicken und schon kann man die Galerie durchblättern.

Das Jahr war insgesamt eher schwierig, jedoch stürzte ich mich weiter in ein Hobby – KOCHEN! So begannen wir, einmal im Jahr ein 5-Gänge-Menü für unsere Eltern  – und natürlich unsere Oma zu kochen. Agnes war für die Deko zuständig, ich fürs Kochen. Also eigentlich genauso, wie wir es noch heute machen. Ich hatte ja viele Rezepte für dieses Kapitel versprochen. Daran möchte ich mich natürlich jetzt auch halten. Beginnen wir also mit unserem Weihnachtsmenü 2004. Ich hatte sogar ein Amuse Geule, also einen Gruß aus der Küche vorgesehen. Köche lassen manchmal scherzhaft los, dass ein Amuse Geule, also der Gruß aus der Küche auch mit „das, was weg muss“ übersetzt werden kann. Nun, ich weiß, dass ich das nicht so gehalten habe. Leider habe ich nach 13 Jahren vergessen, was ich mit dem Amuse Geule „Altdeutscher Traum“ auf den Tisch gebracht habe. Ist aber nicht so wild – hier kommen die anderen Gerichte.

Vorgericht: Elsässer Salat

Wie oft hatten wir schon vor, einmal ins Elsass zu fahren. Leider blieb es immer bei der Stipvisite. Einen längeren Aufenthalt, den wir geplant hatten, mussten wir leider wieder absagen. Erst Jahre später verbrachten wir einige schöne Tage im Elsass. Wir hatten außerdem das große Glück, in dem Hotel, das man auf dem Bild auf der rechten Seite des Kanals sieht, wohnen zu dürfen. Dass aber im Elsass gutes Essen gemacht wird, das wussten wir schon immer. Hier gibt es das Rezept zum Salat.

1. Hauptgericht: Hirschrücken-Steak mit Kaffee-Zimt-Sauce und Preiselbeerknödel

Ja, richtig gelesen. 1. Hauptgericht! Ich war vermessen genug, zwei Hauptgänge anzurichten. Wir hatten in Frankreich gelernt, dass man problemlos vier, fünf oder auch mehrere Gänge essen kann. Wichtig ist immer, die einzelnen Portionen nicht zu groß zum machen und auch langsam zu essen. Für dieses Gericht gibt es noch kein Rezept. Mein altes Rezept habe ich nicht mehr, also muss ich das wieder neu ausprobieren. Wenn ich es hin bekomme, so gibt es dieses Rezept pünktlich zu Weihnachten.

Nur unterbrochen von einem einfachen Orange-Campari-Sorbet als Geschmacksneutralisierer ging es dann gleich ans 2. Hauptgericht. Das Sorbet ist übrigens sehr einfach. Man mischt Orangensaft und Campari nach Geschmack, friert es in einem Behälter ein und zerkleinert es kurz vor dem Servieren.

2. Hauptgericht: Gänsebrust mit gekräuterter Whiskey-Sahne-Sauce und Rotkohlschaum

Wir hielten uns an französische Vorbilder – viele verschiedene Gänge aber nie zu viel. So ging dann auch noch dieses 2. Hauptgericht. Hier ist das Rezept für die Gänsebrust. Den Rotkohlschaum findet man hier.

Dessert: Warmer Reblochon mit Früchten und Champagner-Zabaione

Wenn schon, denn schon. Das Dessert mit dem edlen Käse kombinieren, ist meines Erachtens eine geniale Idee. Ich darf das sagen, denn die Idee ist ja nicht von mir. Nach einem solchen Menü muss es aber auch ein edles Dessert geben. Champagner-Zabione klingt edel, ist edel – aber einfach zuzubereiten. Das Käse-Dessert mit dem Reblochon findet man hier.

Ja, die Rezeptflut geht noch weiter. Pfingsten 2005 gab es unser Spargelmenü für unsere Eltern und unsere Oma. Die muss wirklich immer extra erwähnt werden. Sie war die Einzige in diesem Kreis, die vorbehaltlos alles probierte. Und sie war auch die Einzige, die von diesen Herrschaften sagen durfte: „Ich mag keine Austern“. Sie hatte die nämlich bei uns probiert. Jetzt also das Spargelmenü mit den Rezepten (einfach anklicken):

Es gibt auch eine Fotostrecke von damals. Sie zeigt unsere Eltern und unsere Oma bei diesem ominösen Spargelmenü. Einfach das erste Bild anklicken und die Galerie geht auf.

Das war das 11. Kapitel unserer Story. Ich hoffe, ich konnte Anregungen zum Kochen geben. Eigentlich müsste für jeden etwas dabei gewesen sein. In vier Wochen folgt Teil 12. Wieder kann ich von Reisen und Essen berichten. Da das digitale Zeitalter so langsam bei uns eingekehrt war, sind Fotos und sonstige Aufzeichnungen natürlich besser erhalten. Gespannt sein kann man auf Rezepte – von einfach bis exotisch. Und wie immer – wem unsere kleine Story gefällt, der spendet in unsere Kaffeekasse – wir nehmen alles an von 1 Euro bis hin zu einer Million. Und keine Angst – wir versteuern alles ordnungsgemäß.

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